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Didaktik

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Didaktik Artikel

Didaktik ist die Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Balkon & Kübelpflanzen Informativ und ausführlich Informativ und ausführlich. Ein Buch, das seinem Anspruch als Standardwerk gerecht wird. Die ausführlichen Beschreibungen der Pflanzen sind übersichtlich nach Kriterien wie Familie, Herkunft, Wuchs, Pflegen etc geordnet. Die Pflanzen sind übersichtlich in Gruppen zusammengefasst. Es gibt Tipps für Maßnahmen gegen...

Nähere Begriffsbestimmung, Einordnung und Abgrenzung

Didaktik ist eine Unterdisziplin der Pädagogik. Als "allgemeine Didaktik" beschäftigt sie sich unabhängig von spezifischen Lerninhalten mit der Gestaltung von Lernangeboten und der Lerntechnik, auch deren Vermittlung. Insoweit sie sich auf spezifische Lehrinhalte bezieht, beruht sie zugleich auf der jeweils zuständigen Fachwissenschaft (Fachdidaktik).

Lange Zeit bezog sich Didaktik allein auf die Gestaltung von schulischem Unterricht und galt als Bezugsdisziplin für das Handeln von Lehrer/innen vor allem der Primar- und Sekundarstufe. Andere Lernkontexte, wie Erwachsenen- und Weiterbildung, Lernen in beruflichen Kontexten oder der Hochschule wurden ausgeblendet oder vernachlässigt. Die Fixierung auf das Handeln der Lehrenden ist in den 90er Jahren durch die Diskussion über den Konstruktivismus relativiert worden. Didaktik ist nicht mehr (allein) Handlungswissenschaft für Lehrer/innen, sondern beschäftigt sich ganz allgemein mit allen lernförderlichen Arrangements. So hat in den 1990er Jahren etwa die Mediendidaktik ganz wesentliche Impulse für Didaktik-Diskussion gebracht. Mit der zunehmenden Bedeutung verschiedener Lernkontexte außerhalb von Schule konturiert sich Didaktik als kontextübergreifende Disziplin, die sich mit der Gestaltung von Lernangeboten beschäftigt.

Nach Jank und Meyer [Didaktische Modelle, 1994] beschäftigt sich Didaktik mit der Frage, "wer was wann mit wem wo wie womit warum und wozu lernen soll." Diese Auffassung korrigiert die in der Lehrerausbildung weitverbreitete "Vulgärdefinition" [Jank und Meyer, a.a.O.], derzufolge sich Didaktik ca. um das was kümmere, in Abgrenzung zur Methodik, die sich mit dem wie des Unterrichtens beschäftigt. Sachgerechter erscheint es, Methodik als eine Teildisziplin der Didaktik zu verstehen.

Historisch lässt sich jedoch auch der exakt umgekehrte Wortgebrauch belegen, demzufolge Didaktik als Teildisziplin der Methodik angesehen wurde: Das Buch "Methodik [sic] des Mathematischen Unterrichts" von Lietzmann und Stender [3. Auflage Quelle und Meyer, Heidelberg 1961] besteht aus den zwei Teilen "Methodik des mathematischen Unterrichts" (mit Kapiteln wie "Ziele" und "Wege der Unterrichtsführung") und "Didaktik der Mathematik" (mit Kapiteln wie "Elementare Algebra" oder "Die Vektormethode auf der Schule").
Buch-Tipp: Briefe & E-Mails schreiben und gestalten nach DIN. Die kommentierte neue DIN 5008 Ein praktischer, handlicher Ratgeber Eike Hovermann wird dem Untertitel "Die kommentierte DIN 5008" voll gerecht. Er erklärt die DIN, gibt aber auch lebenspraktische Umsetzungstipps, etwa bei der Verwendung des Datums: Statt des DIN-empfohlenen 2006-11-10 schlägt er ein deutlich lesbareres und noch stets DIN-konformes Datum vor. So vermeidet man...

didaktische Modelle

Als ein didaktisches Modell bezeichnet man [Blankertz 1969, Ruprecht et al. 1972] ein auf Vollständigkeit Absichtendes Theoriegebäude zur Analyse und Planung didaktischen Handelns in schulischen und anderen Lehr- und Lernsituationen [Definition nach Jank und Meyer, a.a.O.] (siehe auch Modell).

Folgende "didaktischen Modelle" wurden in Deutschland diskutiert:

  • die bildungstheoretische Didaktik, erneuert als kritisch-konstruktive Didaktik,
  • die curriculare Didaktik
  • die lern- beziehungsweise lehrtheoretische Didaktik,
  • die informationstheoretisch-kybernetische Didaktik
  • die kommunikative Didaktik,
  • die subjektive Didaktik

Diese zwischen 1930 und 1970 in dem deutschsprachigen Raum entstandenen Ansätze verstanden sich jeweils als konkurrierende Richtungen, die auf dem Hintergrund der Lehrerausbildung entstanden und jeweils die Bildung einer eigenen "Schule" zu etablieren versuchten. In dem Vordergrund stand dagegen nicht die gemeinsame Suche nach Grundprinzipien der Gestaltung von Unterricht. Die meisten dieser, in der Praxisliteratur häufig zitierten Ansätze haben in der aktuellen, wissenschaftlichen Diskussion ca. historische Bedeutung, da der häufig einzige Vertreter der entsprechenden "Schule" pensioniert oder verstorben ist.

Mit der Fokussierung auf diese "didaktischen Modelle" und "Schulen" blieb die Diskussion in Deutschland bis in die 1990er Jahre von der internationalen Forschung weitgehend abgeschnitten. Erst Ende des 20. Jahrhunderts fand die Forschung Anschluss an die internationale Diskussion und die Forschung zu dem Instruktionsdesign. Statt der "Schulenbildung", die die deutsche Diskussion lange Zeit geprägt hat, entwickelt sich Didaktik zunehmend zu einer empirisch fundierten Gestaltungsdisziplin.

In den 1990er Jahren hat die internationale Diskussion vor allem der Ansatz der konstruktivistischen Didaktik geprägt. Seit etwa 2 Tausend gewinnt der Ansatz des pädagogischen Pragmatismus in der didaktischen Diskussion zunehmend an Bedeutung.

Buch-Tipp: Bäder. Handbuch zur Badezimmerplanung. Beispiele - Planungshilfen - Sanitärobjekte Sehr gutes Buch über Badplanung mit tollen Tips Weil wir bauten und unser Bad planten, kauften wir dieses Buch. Es enthält vielfältige und geniale Einbaulösungen, sowohl für kleine als auch für sehr große Bäder. Auch zu dem Thema Waschtische und Fliesen erhält man jede Menge guter Tips. Für jeden ist die passende Möglichkeit dabei. Auch...

Bedeutende Vertreter sind:

Von Wolfgang Klafki weiterentwickelt zur konstruktiv-kritischen Didaktik.

Buch-Tipp: Change Management. 7 Methoden für die Gestaltung von Veränderungsprozessen Kompakt, klar strukturiert und dabei noch überaus informativ Die Reihe der Pocket Power zeichnet sich in dem allgemeinen durch einen kurzen und auch für den Praktiker händelbaren Einstieg aus. Der Pocket Power Change-Management überrascht dabei mit fundierten und unerwartet tiefgehenden und ausführlichen Erläuterungen. Zusammen mit einer angenehmen...

Bedeutende Vertreter sind:

Die curriculare Didaktik interessiert sich vor allem für Lernziele, ihr aufeinander-bezogen sein-und

Buch-Tipp: Deko Liebe 2 Sehr schönes Buch Da ich mir letztens ein Deko Buch gekauft habe von dem ich nicht so begeistert war ,war ich von diesem Buch angenehm überrascht. Die Dekorationen waren stilvoll und Edel also exakt mein geschmack. Die Aufmachung und die Gestaltung des Buches war sehr ansprechend und machen Lust zu dem nach machen. Durch dieses Buch konnte ich mir...

(lehr-)lerntheoretische Didaktik

Die Vertreter dieser Didaktik streben den Erwerb neuer Fähigkeiten, neuer Einstellungen, neuer Interessen an, mit soziokulturellen Folgen für die Stabilität, für Innovationsfähigkeit der Gesellschaft.

Elemente sind:

  1. Lehr- und Lernziele (kognitive, affektive und pragmatische Absichte)
  2. Lerninhalte
  3. Methoden der Gestaltung des Unterrichts
  4. Medien.

Bedeutende Vertreter sind:

  • Paul Heimann , Gunther Otto (Berliner Modell)
  • Wolfgang Schulz (Hamburger Modell)
Buch-Tipp: Der fotografische Blick. Bildkomposition und Gestaltung unbedingt empfehlenswert!!! Das Buch sollte man als sich weiterbildender, interessierter Amateur unbedingt durcharbeiten. Sehr detaillierte Erklärungen. Sehr verständlich.

kommunikative Didaktik

Die Vertreter dieser Didaktik betrachten Unterricht als ein kommunikatives Geschehen. Die kommunikative Didaktik hat den Blick auf das Beziehungsgeschehen in der Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden gelenkt. Gelernt wird in dem Unterricht nicht ca. auf der Inhaltsebene. Auch wie miteinander kommuniziert wird, beeinflusst das Lernen. Aus diesem Grund betont die kommunikative Didaktik besonders die Gestaltung der Beziehungsebene.

Inhaltliche Bezüge: Kommunikationstheorie von Watzlawick, Theorie des kommunikativen Handelns von Habermas

Begründer der kommunikativen Didaktik ist:

  • Klaus Schaller
Buch-Tipp: Der kleine Besserwisser - Grundwissen für Gestalter Begleiter für Gestaltungs- und Medienprofis Was ist ein Meta-Tag, was ein DLT? Wie groß ist eigentlich DIN A0 in Zoll? Was beinhaltet die Einräumung des nicht-exklusiven Nutzungsrechts? In Zeiten inhaltlicher und gestalterischer Verflechtung verschiedenster Medien ist interdisziplinäres Wissen gefragt. Dafür bietet Der kleine Besserwisser" auf...

informationstheoretisch-kybernetische Didaktik

Die Informationstheorie, 1948 mit dem Aufsatz von Claude Shannon begründet, ist ein Untergebiet der Nachrichtentechnik. Unter dem Namen Kybernetik hat insbesondere Norbert Wiener Anwendungen weit über die Technik hinaus vorgeschlagen und damit etwas ausgelöst, was man wohl als eine intellektuelle Mode nennen darf. Grundlegenes Modell ist der Regelkreis. Ein typischer informationstechnischer Begriff, der dauerhaft in die Geisteswissenschaften übergetreten ist, ist die Redundanz.

Die Anwendung auf die Didaktik stammt von

  • Helmar Frank
  • Felix von Cube (Kybernetische Grundlagen des Lernens und Lehrens, 1982)
  • E.König
  • H.Riedel

Der Ansatz ist ca. mehr von historischer Bedeutung und hat heute keine "bekennenden" Anhänger in der Didaktik.

Buch-Tipp: Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten In jedem Semester extrem hilfreich Die beiden Autoren bieten Studierenden ein ideales Rüstzeug zu dem Abfassen einer wissenschaftlichen Arbeit. Die Anleitungen und Tipps sind sowohl für eine Semester/Seminararbeit, eine Diplomarbeit oder Master-Thesis wie auch für eine Dissertation verwendbar. Dem roten Faden des sehr gut geschriebenen Handbuches...

subjektive Didaktik

Von Edmund Kösel formuliertes Modell, das alle Überlegungen von der Perspektive des Lern-Subjekts her anstellt.

Buch-Tipp: Don't make me think! Web Usability: Das intuitive Web Gutes Einsteigerbuch Weniger fundamentalistisch als Jakob Nielsen, statt dessen pragmatisch und an real existierenden Problemen (Kunde, Marketingabteilung, Designer mit Künstlerambitionen) orientiert, widmet sich Steve Krug dem Thema "Web Usabilty - Das intuitive Web. " Das grundsätzlich (vor allem für den Usability-Einsteiger) lesenswerte Buch...

didaktische Konzepte

Mit der Erkenntnis über die Begrenztheit "umfassender" didaktischer Modelle, rücken zunehmend "kleinere" Konzepte für die Gestaltung von Lernangeboten in den Vordergrund der Diskussion. Solche Konzepte sind als Orientierungshilfe für die Praxis gedacht und bieten in der Forschung Ansatzpunkte für gezielte Behandlungen.

Gegenwärtig diskutierte didaktische Konzepte umfassen unter anderem:

Seit dem Anfang der 80er Jahre hat sich abseits der etablierten universitären Didaktik um den Eichstätter Didaktiker Jean-Pol Martin herum die Grasroot-Bewegung Lernen durch Lehren (LdL) (http://www.ldl.de) entwickelt und etabliert. Durch die Übertragung von Lehrfunktionen auf die Schüler werden alle gegenwärtig diskutierten Konzepte (zum Beispiel offener Unterricht, konstruktivistische Didaktik, kommunikative Didaktik, Handlungsorientierung) aufgegriffen und integriert. Auf dem Hintergrund des Paradigmenwechsels, der die ganze Gesellschaft erfasst und zur Betonung einer aktiven, kollektiven Konstruktion von Wissen führt, findet das LdL-Modell seit einigen Jahren besondere Beachtung. So wird das LdL-Ausbildungs-Konzept sowohl in Behörden (Bundesgrenzschutz) als auch in Unternehmen eingesetzt und von den Kultusministerien gefördert. Auch durch die Gehirnforschung erhält LdL Unterstützung. So ist aus der Sicht der Bielefelder Wissenschaftlerin Prof.Teuchert-Noodt (http://www.uni-bielefeld.de/biologie/Neuroanatomie/) Lernen durch Lehren "zwingend". Martin entwickelt sein Konzept einer kollektiven Konstruktion von Wissen in Ausnutzung der Möglichkeiten des Internets weiter. Insbesondere die von der ZUM eingerichteten LdL-Foren (http://www.zum.de/Foren/ldl/cgi/forum.cgi) bilden eine gute Infrastruktur für kollektives Denken.

Buch-Tipp: Englisch lernen und lehren. Didaktik des Englischunterrichts. 1. Aufl Ein solides Fundament Johannes P. Timm hat eine Sammlung von Aufsätzen zu dem Thema Englischunterricht veröffentlicht. Das Buch wendet sich an Sprachlehrer. Die Ergebnisse sind auch auf den Unterricht in anderen Sprachen übertragbar. Die durchweg hoch interessant, wissenschaftlich fundiert und lesbar geschriebenen Aufsätze lassen keine Facette...

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